Willkommen im neuen Jahr, alles Gute und viel Gesundheit wünscht euch das Team von WordPress Deutschland. Ein neues Jahr mit hoffentlich vielen spanenden Themen im Web, nicht nur rund um WordPress wünschen wir uns. Auf die Dinge die da kommen werden und mit dem ersten Artikel in diesem Jahr möchten wir euch ein wenig auf die kommende Saison mit WordPress einstimmen.

In den letzten Jahren wurde WordPress stetig weiter entwickelt und Unkenrufen zum Trotz wächst WordPress weiter. Dies bezieht sich einerseits auf die Nutzerzahlen, andererseits auf den Funktionsumfang. Seit dem letzten großen Paukenschlag Version 2.7, mit dem WordPress nochmals sein Konzept des Backend erneuerte wurde viel diskutiert. Im Großen und ganzen sind die Nutzer mit der aktuellen Version sehr zufrieden, auch wenn WordPress sich damit von einem gewissen Kreis der Nutzer verabschiedet. Denn seit Version 2.7 sind Nutzer mit einem schmalen Paket auf dem Webspace und nicht ausreichend RAM mächtig am schwitzen. Die neuen Funktionalitäten und der neue Komfort im Backend wird mit recht hoher Last erkauft, so dass Nutzer mit einem RAM kleiner 32 MByte im Schatten stehen und entweder mit großen Problemen kämpfen oder den Webspace wechseln müssen.

WordPress 2.5

Aber auch das neue Jahr wird WordPress uns wieder mit vielen Neuerungen beglücken und einen kleinen Ausblick auf nächste Schritte und Vorhaben möchte ich geben. Dabei ist der Hinweis nicht zu vergessen: WordPress pflegt keine ToDo-Liste, gibt wenig Informationen nach Außen und so kann ich nur Spekulieren und auf meine Erfahrung bauen um euch ein wenig von den kommenden Neuerungen der zukünftigen Versionen zu berichten.

Auch die kommenden Versionen werden dem Trend des Wachstum folgen und einige Punkte konnten schon in Version 2.7 nicht umgesetzt werden. Diese werden voraussichtlich in 2.8 erscheinen und so können sich die Nutzer unter anderem auf Verbesserungen bzw. Verfeinerungen in der Oberfläche, Sicherheitserhöhung mittels OAuth, mehr Klassen für die Unterstützung der Mikroformate und Integration von Geodaten in Beiträgen, Kommentaren und Anhängen freuen. Die Verbesserung der Versionierung, Integration von OpenID und themabhängiger Login sind ebenso Ideen für die kommenden Version.

Im weiteren denkt man über das Abbilden von Hierarchien in der Datenbank nach, mittels dem MPTT Projekt soll dies realisiert werden. Damit kann ein sehr sauberer und schneller Zugriff ermöglicht werden. Für den Besucher des Blog kann sich das erheblich in der Geschwindigkeit abbilden. Aber auch für Entwickler haben Hierarchien in der Datenbank erhebliche Vorteile. Die Verwaltung der Tags soll komfortabler und die Redundanz von Tags vermieden werden.

Neue Template Tags könnten Theme Autoren die Arbeit mit der Galerie erleichtern und die Quicktags „nextpage“ und „more“ sollen zu alter Größe zurück finden.
Im weiteren denkt man über einen Editor für das Menu im Backend nach und der Codeeditor für Theme und Plugin soll nun endlich mit Syntaxhighlightning mittels dem Projekt CodePress ausgestattet werden. In diesem Sinne denkt man außerdem über die Versionierung der Templates nach, was die Sicherheit erhöhen kann und nicht gleich das Blog lahm legt, wenn man im Editor einen Fehler macht.

Das bekannte Plugin zum Erzeugen der XML Sitemap möchte man im Core implementieren, auch wenn hier das letzte Wort in den Diskussionen noch nicht gesprochen ist.

Weiter geht die Arbeit an Dokumentation im Core und die Hilfe im Backend soll ebenso ausgebaut werden. Beim Arbeiten im Editor des Backend stellt man sich vor, dass Funktionen von WordPress und PHP automatisch mit einem Link zur Dokumentation versehen werden.

Auch dem Bereich der Widgets will man an den aktuellen Stand und dabei ist nicht nur der Umfang ein Thema, sondern auch die Verwaltung soll komfortabler werden. Ähnlich könnte es den neuen Dashboard-Modulen gehen, denn hier wünschen sich viel Nutzer mehr Widgets und weitere Spalten, die den großen Auflösungen gerecht werden.

Das immer präsente Thema der bestehenden Bugs wird auch die kommenden Versionen beschäftigen und man überlegt tatsächlich, ob es sich lohnt mal weniger Funktionalität zu integrieren und bestehende Bugs zu fixen. Schauen wir, ob die Nutzer das auch so sehen und die Abstimmung zu den Wünschen in Version 2.8 diesem Punkt eine berechtigte hohe Priorität gibt.
Auf der Wunschliste der WordPress-Nutzer steht noch immer eine verbesserte Suche mit mehr Möglichkeiten – auch darüber denkt man nach und eventuell findet man die Integration schon in Version 2.8. Im Zusammenhang der Umstellung der Datenbank auf Hierarchien wäre das sicher denkbar und im Einklang damit zu integrieren.

Alle WordPress-Aufkleber wurden verteilt

Natürlich könnte man noch weiter spekulieren, zu Version 2.7 von WordPress wurde das ja reichlich in den unterschiedlichen Blogs getan. Auch die kommenden Versionen werden uns erreichen, eventuell erfreuen und mit ausreichen Stoff zum Experimentieren und Diskutieren versorgen. Eine gewisse Spannung ist wichtig und so möchte ich mit meinen Ausführungen hier enden und wünsche uns viel Spaß und Freude an den kommenden Versionen von WordPress.

WordCamp 2009

Und nicht zu vergessen, am 14. Februar ist WordCamp und Matt ist ebenfalls zu gegen – nie ist die Chance größer um direkt und live Fragen los zu werden oder in zwangloser Runde und unter Gleichinteressierten Wissen und Ideen zu tauschen. Nur noch wenige Plätze sind frei und der Countdown läuft.