Als Service für die Community gibt es von diesem Blog einen Full-Feed, dass heißt, die vollständigen Beiträge sind über die RSS-Schnittstelle abrufbar. Gerade Offline-RSS-Leser lieben das und sind dafür dankbar. Leider müssen wir öfters erleben, dass dies schamlos ausgenutzt wird – durch Content-Diebstahl.
Es gibt genug Plugins für WordPress, die es ermöglichen, RSS-Feeds als Beiträge zu importieren. So ist der Blog schnell mit Inhalten gefüllt und kann mit Werbung monetarisiert werden. Das ist böse, sogar sehr böse, denn hier liegt eine Verletzung des Urheberrechts vor, eine strafbare Handlung (das Argument “Zitatrecht” gilt nicht, siehe Zitatrecht). Anstatt einen Anwalt los zu schicken, schreiben wir eine E-Mail. Das hilft meistens und unsere Inhalte sind wieder aus dem Blog entfernt. Es gibt aber auch Leute die ihre strafbare Handlung nicht einsehen wollen.
Vor ein paar Tagen hatten wir einen Blogbetreiber angeschrieben, der alle Beiträge von uns komplett und automatisch übernommen hat. Zwar sind die Beiträge nun weg, aber es gab eine Reaktion, auch via E-Mail, die uns verwirrt hat. Mit der Argumentation, man biete einen Full-Feed an, erlaube man die kostenfreie Übernahme und sei dann auch selber Schuld wenn übernommen wird. Natürlich blanker Quatsch. Zwar dient das RSS-Protokoll zum Austausch von Daten zwischen mehreren Computern, aber das erlaubt nicht einen Verstoß gegen aktuell geltendes Recht. Aber manchen Menschen ist leider nicht zu helfen…
Daher unser “Hinweis”: Content-Klau ist weiterhin verboten. Trotz dieses weiteren Negativerlebnisses, werden wir weiter einen Full-Feed anbieten und wünschen uns die Einsicht der Personen, die sich angesprochen fühlen.
PS: Genau dieses Thema wurde vom Rechtsanwalt Henning Krieg in seinem Vortrag auf dem WordCamp 09 in Jena besprochen. Die Präsentation mit den Fakten gibt’s hier. Die gesamte Session in Bild und Ton kann bei ScreenPress angeschaut werden.


IT-Pulse
22. August 2009 um 08:50
Hallo,
Als ich den Titel “Content-Diebstahl ist weiterhin nicht erlaubt” im WordPress Feed gelesen habe, dachte ich mir “ja klar, wissen die das denn nicht?”
Aber euer Artikel klärt den Sachverhalt anschließend auf.
Mir ist unerklärlich wie derjenige behaupten kann, ein Zugang zu einem RSS-Feed soll ein Freibrief zur Content-Übernahme sein. Und erst recht nicht, wenn die Quelle (in dem Fall also ihr) nicht genannt werdet.
rp__
22. August 2009 um 10:05
Vielleicht hilft ein WordPress-Plugin wie RSS Footer. Wenn im Feed eine Notiz wie “Dieser Artikel wurde im Original auf der Seite Soundso veröffentlicht” steht, ist das ein Hemmnis für Feed-Absauger, zumindest wenn die Diebe keine Bots sind.
tourblogger
22. August 2009 um 10:10
… und wenn man sich dann anschaut, was derzeit alles unter dem Namen “Kulturflatrate” diskutiert wird, dann kann man damit rechnen, daß Content – Klau über kurz oder lang legalisiert wird. Mit ein Grund, warum ich diese Art von Flatrate ablehne.
Dieter
22. August 2009 um 10:46
Die Links unter PS werde ich mir gleich noch ansehen. Danke für den Hinweis.
Hilfreich um RSS-Feed-Content-Diebstahl aufzuspüren ist das WordPress-Plugin WP – ©Feed von Frank Bültge, das ihr eigentlich kennen und verwenden solltet.
Wini
22. August 2009 um 12:59
Ist ja wirklich eine Frechheit was sich WP Deutschland hier erlaubt. Sollten doch froh sein wenn die Inhalte Beachtung finden.
Haha der Typ ist echt witzig drauf.
Auf das ©Feed Plugin wollte ich auch gerade hinweisen. Echt super was sich Frank da überlegt hat.
jottlieb
22. August 2009 um 13:19
Das mit den genannten Plugins ist natürlich eine Überlegung wert, kann den Diebstahl aber auch nicht verhindern. Sondern befördert ihn im schlechtesten Fall sogar weil der Dieb dann argumentieren könnte dass die Quelle ja genannt wird…
tourblogger
22. August 2009 um 14:32
@jottlieb: das kommt darauf an, wie Du den Text gestaltest, den das PlugIn unter Deinen Text setzt. Ich nutze diesen Typ von PlugIn auch und es fügt bei mir den Text ein, daß ein Einbinden auf andere Seiten ausdrücklich nicht erlaubt, sondern illegal ist. Da kann sich dann auch niemand mehr rausreden.
jottlieb
22. August 2009 um 15:25
@tourblogger: Stimmt, sowas könnte man auch schreiben. Werden wir mal im Team besprechen
Gordo
22. August 2009 um 16:47
Logisch, deswegen nutze ich auch das Plugin, was mir einen Hinweis in den RSS-Feed einbindet.
Bisher hatte ich zum Glück noch keine Probleme mit Content-Diebstahl, ich weiß jedenfalls von keinem.
Was haltet ihr von diesen Seiten, die den Feed anzeigen? Hab gerade nach meinem Fingerprint gesucht und diverse Seiten, die meinen Feed doch sehr großzügig lauflisten, gefunden, wie beispielsweise feedpage.com?
EB
22. August 2009 um 18:10
Ehrlich gesagt bin ich Fassungslos wie hier vermeintliches Unrecht mit sehr viel größerem Unrecht bekämpft wird. Wenn ich der dort verlinkte und herabwürdigend zitierte “Bösewicht” wäre hätte ich es mal anständig via Anzeige und Anwalt rasseln lassen. Nur weil man einen Blog für die WordPress Community betreibt, bewegt man sich nicht im rechtsfreien Raum. Dort eine Privatperson mit dem Ziel Sie herabzuwürdigen zu verlinken als Kapitalgesellschaft ist schon sehr dreist. Dieser Blog hier wir von einer GmbH betrieben. Und noch mal zum Thema: Sicherlich ist Content-Grabbing nicht erlaubt, da muß man aber nicht derart auf Einzelpersonen einschlagen. Das ist eine Riesengroße Sauerrei von WordPress-Deutschland !!!!!
Seid doch lieber froh, wenn der Content von Eurem Blog “geklaut” wird, hilft doch der Sache – der Verbreitung von WordPress”
jottlieb
22. August 2009 um 18:23
@EB: Du drehst die Tatsachen leider komplett um.
Wenn hier einer herabgewürdigt und beleidigt wurde, dann waren wir das und insbesondere ich (auch in privaten E-Mails). Wir weisen lediglich auf eine Tatsache hin und das ist vollkommen in Ordnung. Und wir schlagen auf diese Person nicht ein.
Ansonsten kann ich jetzt nicht nachvollziehen, warum du das mit der GmbH hier anbringst. Tut das etwas zur Sache oder wird da nur wieder versucht uns als böse, profitgeile Menschen hinzustellen *gähn*
Und nein, wri sind nicht froh darüber. Über Sekundärquellen dürften nur die wenigsten etwas über WordPress erfahren. Außerdem wollen wir, dass die Arbeit unserer Autoren gewürdigt und geschützt wird.
EB
22. August 2009 um 18:46
@ jottlieb.
hier dreht niemand irgend etwas. die sachlage ist eindeutig. da würde ich mal einen rechtsgelehrten befragen, ob fräulein justizia, daß ähnlich locker sieht. nehmt einfach den link zu der privatperson raus und gut. wer da wo und wie ordnungswidrichkeiten, gesetzesbrüche oder was auch immer vorgenommen hat ist eine sache für den rechtsweg und nicht die öffentlichkeit.
und auch wenn es euch nicht paßt: das wird hier nun einmal von einer nicht gemeinnützigen gmbh betrieben und genau das ist der unterschied. gewerblich verus privat. und an diese regeln / gesetze müßt auch ihr euch halten. und wenn es dann ein schreiendes unrecht ist, daß jemand eure so wertvollen gesitigen ergüsse mit link in sein wordpress übernimmt (rechtswidriger weise) dann klärt das notfalls komplett auf dem rechtsweg.
und denkt vielleicht einfach mal daran, welchen schaden ihr mit derartigen “an den pranger” darstellungen einem menschen zufügt. insbesondere in kombination mit reißerischen attributen wie “Klau”, “Diebstahl”
ansonsten habt ihr natürlich recht. daß es nicht nur eine unsitte ist, sondern auch verboten in der beschriebenen form mit urheberrechtlich geschützten inhalten umzugehen. hier wäre es doch vielleicht mal ratsam einen bereich einzurichten in dem ihr den blog-betreibern mal ein paar hinweise, tips und tricks gebt.
denn ich kenne fälle von größeren unternehmen und tageszeitungen, die sogar pdf versionen von artikeln und / oder bilder zur verfügung gestellt haben auf freundliche anfrage unter der bedingung auf das medium zu verweisen.
Alex Reiger
22. August 2009 um 19:20
gut, dass ihr das ihr content-klau thematisiert!
Tom
22. August 2009 um 20:31
Klauen oder Diebstahl würde bedeuten, dass ihr den Inhalt dann nicht mehr besitzt. Hier wird ja vervielfältigt. Ist das gleich wie Raubkopieren. Ja was denn nun?
Aber egal wie man es nennt, sowas gehört sich nicht. Und eure Reaktion per Mail und ohne Anwalt ist sehr vernünftig.
helmeloh
23. August 2009 um 06:30
Die Ansicht von Tom hat eine bestechende Logik, diese recht nahe liegende Sichtweise war mir bisher unbekannt. Zur Vervielfältigung habe ich aber gerade unlängst interessante Aspekte gelesen. Nur das Lesen eines Artikels erfordert technisch schon eine Vervielfältigung, denn der Server wo diese Seite hier gehostet wird hat diese Zeilen gerade im RAM und mein Clientrechner auch. Zusätzlich ist der Inhalt aber auch noch im Cache vom Browser (also Firefox natürlich) abgelegt.
Hoffentlich gibt das keine strafrechtliche Verfolgung für mich, weil ich diese Seite besucht habe und dabei (bzw. mein Browser im Hintergrund) den gesamten Text von hier 1:1 kopiert habe.
Führt sich da gerade ein System selbst ad absurdum?
Einerseits will man möglichst große Verbreitung, aber anderseits will man Bloggern sogar das Zitatrecht streitig machen und die sinnvolle, fortschrittliche Nutzung von Technologien wie RSS-Feeds unterbinden.
Ich bitte alle darum meine Inhalte per RSS abzusaugen (hier wurde ja abwertend über sogenannte Feed-Absauger gesprochen) und überall, meinetwegen auf jedem Blog im Internet zu verbreiten.
Was denkt ihr, würde das wohl bewirken, vorausgesetzt der Server meines Hosters gibt dabei nicht den Geist auf?
Tokaren
23. August 2009 um 08:12
@Tom die Mail ist sehr vernünftig man muss nicht gleich immer mit dem Schmied erscheinen lieber mal Ketten rasseln. Leider war der Artikel gestern wirklich ein an den Pranger stellen und auch wenn das der Gegegnüber genauso macht und sogar noch schärfer muss das WP Team hier dem nicht gleich tun, denn hier sollte man über so etwas stehen. Und einfach gelassen auf sein Recht bestehen.
jottlieb
23. August 2009 um 14:08
Das Zitatrecht machen wir niemandem streitig.
Allerdings will Zitieren gelernt sein. Es gibt enge Grenzen, wann ein Zitat erlaubt ist und wie es auszusehen hat.
Außerdem verbieten wir niemandem, sich mit einem Feedreader seiner Wahl, unseren Feed zu abonnieren.
PS: Wir wollen nicht Verbreitung um jeden Preis. Und wenn, dann in angemessener Weise und nicht in der Form, dass jemand andere Inhalte als seine eigenen ausgibt.
matthias
24. August 2009 um 10:53
Hi
ich kann euch gut verstehen, schließlich will ja von uns bloggern auch keiner das seine inhalte so per rss direkt in andere blogs komplett übernommen werden, wobei hingegen wie auch von euch erwähnt zitate und ausschnitte meist sehr gerne weiter verwendet werden können.
ich hoffe so fälle wie der von euch oben beschriebene lernt hierdurch dazu und kapiert es mal!
aber trotzdem wäre es sehr schade, wenn ihr irgendwann in zukunft den full feed abschaffen würdet, ich lese sehr gerne news die ich komplett im newsreader lesen kann und mich stört es sehr wenn dies nicht mehr möglich ist. Ohne einen Full-Fead überlegen es sich bestimmt auch viele 2 mal ob sie hier noch weiter lesen wollen oder lieber nicht. Zum Beißpiel bei heise.de gibt es ja nur die überschriften im Feed, da reizt es mich immer seltener wirklich den Artikel zu lesen.
Danke für euren Service hier!
Matthias
bee
24. August 2009 um 11:45
Fremde Texte auf dem eigenen Blog ohne Genehmigung ist kein Zitat mehr, sondern Diebstahl*. Jeder Text unterliegt dem Urheberrecht, wurscht, ob es Privatperson oder GmbH ist.
Lasst euch von den Meckerern hier nicht an den Karren fahren. Es sind eure Texte, und euer gutes Recht zu bestimmen, wo und wie sie veröffentlicht werden! Und dass ihr den RSS-Feed anbietet, heißt nun wahrlich nicht, dass ihr einer Veröffentlichung der Texte auf anderen Webseiten zustimmt.
Spätestens, wenn man mehrere Stunden in einen Artikel gesteckt hat und der dann einfach woanders erscheint, ist wirklich der Spaß vorbei. Der andere schmückt sich nicht nur mit fremden Federn, ohne einen Finger zu rühren, sondern hat schlimmstenfalls noch Werbung geschaltet und verdient auch noch an euch. Das ist unter aller Sau.
Danke, dass ihr es trotzdem beim Fullfeed lasst. Abgehackte Feeds sind einfach extrem nervig.
*”Diebstahl ist eine gegen fremdes Eigentum gerichtete Straftat.” Quelle: Wikipedia
Manu
24. August 2009 um 12:42
Man kann ja auch mal die Frage stellen, ob so ein Gesetz es nicht wert ist, revolutioniert zu werden.
bee
24. August 2009 um 14:15
Klar, kann man.
Warum? Wie? Vorteile?
Tom
25. August 2009 um 10:13
Man braucht gar keine Gesetze. Der gesunde Menschenverstand sollte einem schon sagen, dass man nicht einfach fremde Inhalte als seine eigenen ausgibt. Wem es zu viel Aufwand ist, eine Einleitung, ein paar eigene Worte zu schreiben und dann auf die Quelle zu verlinken (und diese zu nennen!), der sollte sich einfach kein Blog zulegen.
bee hat das schön vorgemacht.
Supplement Blog
29. August 2009 um 13:15
Guter Artikel! Diese Autoblogger sind schon ziemlich lästig, da ist der Tipp mit dem ©Feed Plugin gold Wert. Dank!
helmeloh
30. August 2009 um 00:49
be, but not a bee ist hier nicht die Frage, sondern wie man nur “fremde Texte” zitieren kann. Wirklich eine absolute Unverschämtheit, normalerweise zitiert man sich natürlich nur selbst, denn ich bin wohl das Maß der Dinge, oder
busy bee is busily,
oh my poor, strange bee,
eigene Texte kriegst du nie!
(VON MIR! Ja nicht klauen und ins Chinesische übersetzen, sonst werde ich ganz böse!)
Die zwei Sätze oben stammen weder aus Wikiquote noch aus einer anderen Zitatsammlung und sie sind auch nicht von meinem Programm, mit dem ich normalerweise Wortpermutationen (“von” nicht “mit” Maschine geschriebene Texte erstelle).
Euer Epigone meint:
Wer fremde Texte als eigene ausgibt (dazu darf er aber nicht erwähnen wo der Text herkommt und ihn vielleicht noch leicht modifizieren, aber niemals einen Link auf die Originalquelle setzten) stiehlt geistiges Eigentum.
Wer von sich behaupten kann sich alles selbst neu erdacht zu haben (sogar die Sprache) lügt oder ist unzurechnungsfähig.
Wer nur Blabla schreibt und den anderen mit “eigenen” Worten nach betet, wurde von der Natur in der geistigen Ausstattung benachteiligt.
Falls jemand “eigene Worte” hat, muss er diese schützen lassen und kennzeichnen.
Wenn jemand sein Blabla für einen Markennamen hält, hat er höchstens eine Make (Tick, Eigenart ist gemeint und es handelt sich bei diesem Wort nicht etwa um ein substantiviertes make (Warenzeichen, Marke, machen, schaffen …, Stammwort von make-up) aus dem Englischen entliehen um modern und wichtig zu klingen, aber ich könnte das Wort „Make“ mit letzteren Bedeutungen vielleicht für mein Notizblog patentieren lassen.
Schuf Gott eigentlich auch das Zitatrecht und die Meinungsfreiheit, oder nur das Patentrecht?
be, but not a bee stammt von mir in Anlehnung an Shakespeare, den ich hier gleich sehr passend bemühen (strapazieren, zitieren für Halb-Analphabeten):
Dennis Morhardt
30. August 2009 um 01:03
@helmeloh Zitieren bedeutet nicht, denn ganzen Text zu kopieren. That’s it. (Auch nicht, wenn es nur “privat” ist, denn der Blog ist öffentlich, solange er nicht mit einem Passwort geschützt ist.)
helmeloh helme
30. August 2009 um 01:41
Danke Dennis, aber denkst du, das wusste ich nicht? Ein Hinweis auf den %-Anteil oder irgend welche Grenzen und Normen wären mir hilfreich. Abgesehen davon spricht man bei einem Blog, meiner Meinung nach, von einem inhaltlichen Ganzen, wenn man alle Artikel und Kommentare zu einem Thema zusammen fasst.
D. h.: Wenn ich alle Artikel zu einem Thema zur Gänze kopiere, ist es auch für mich ein klarer Fall, aber eigentlich nur dann.
Angenommen ein Artikel hat 1000 Zeichen. Wie viele darf ich dann zitieren?
Was ist wenn er nur 140 Zeichen (microblogging, Twitter) hat? Anlass für diese Diskussion, war ein Artikel, der nur eine Eigenwerbung war und drei Links enthielt in drei Sätzen. Noch dazu einer zu Amazon. Wie viel darf man da zitieren?
Ich kann es nur immer wieder betonen: “Wenn ich einen Dreizeiler über ein Buch schreibe und einen Link zu Amazon einbaue, dann bin ich über jede Kopie dankbar. Man braucht (bei mir) nicht einmal erwähnen, dass die 3 Zeilen von mir stammen und auch keinen Link zum Originalartikel setzen und auf ein paar Zeilen Blabla anstandshalber kann ich auch gerne verzichten.”
Wenn ich zitiere weisen die Quellen meist (die Ausnahme bestätigt die Regel) eine weit höhere Qualität auf, als meine eigenen Texte, deshalb “merke” ich sie mir ja, weil sie mir besonders erscheinen und da wird der Autor vermutlich keinen großen Wert auf mein Gefasel davor und danach (ist ja auch nur ein Notizblog) legen, denke ich.
Aber ich habe ja dazu gelernt, mache wollen das eben nicht und das respektiere ich auch! Nur, verstehen muss ich es trotzdem nicht, oder? Und weil ich es nicht verstehe beschäftigt es mich immer noch.
Ganze Artikel, besonders wenn sie einen Inhalt haben, darf man nicht kopieren, das war mir schon immer klar.
Was ist mit einem Artikel (sagen wir 2000) Zeichen die mein Subjekt-Prädikat-Objekt-Programm mit vorgegebenen Wörtern (natürlich automatisch eingelesen z.B. aus 20000 geeigneten Wörtern, die mir eine Suchmaschine zu einem Thema liefert.
Wenn ich so einen Artikel, den mein Computer schreibt einstelle, wie viel darf ein Mensch dann davon zitieren? Das beschäftigt mich, darauf hätte ich nur zu gern eine konkrete Antwort, mein lieber @Dennis Morhardt
Dennis Morhardt
30. August 2009 um 02:35
Es gibt keine Prozentregel, aber wenn du 1 Satz von 3 kopierst, dann würde ich das als Zitat bewerten, kopiert 2 von 3 Sätzen wird es knapp, aber 3 von 3 ist kein Zitat. Dabei kommt es nicht auf Inhalt an. Dein Beispiel ist komplett kopiert: kein Zitat. Punkt.
Dennis Morhardt
30. August 2009 um 02:39
Die gute alte Wikipedia sagt es am besten:
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zitat]
helmeloh
30. August 2009 um 03:42
Danke Dennis, sicher zitiere ich “als Erörterungsgrundlage” bzw. wie ich es formuliere, damit ich die Artikel später wieder finde und die gesamte Quelle, nicht nur das Zitat, als Grundlage oder Ergänzung für Überlegungen verwende, die dann oft zu einen “eigenen” Artikel werden.
Am liebsten zitiere ich daher das, worauf es mir eben ankommt, ordne es in eine Kategorie ein und gebe ein “Schlagwort” und meist auch ein paar Bemerkungen dazu. Ich habe nicht jedes mal gerade dann Zeit darüber zu schreiben, wenn ich etwas interessantes entdecke. Außerdem brauche ich oft viele Seiten ( und Zitate) bis ich mir eine reifere Meinung bilden kann und einen eigenen Artikel (wieder mit Links zu den Quellen und weiter führenden Seiten) verfassen kann.
Daher fände ich “press this” nützlich und RSS-Feeds von Seiten die mich interessieren. Ich lese sie als “drafts” ein, überfliege sie und lösche was mich nicht weiter interessiert. Gefällt mir etwas, dann veröffentliche ich den “Textanriss mit Link” aus dem RSS-Feed und ergänze je nach Zeit und Laune. Oft auch erst Wochen später und manchmal, wenn es mir bequem erscheint, als Kommentar.
Bezüglich Länge haben wir uns schon verstanden, aber mit meiner Nutzung neuer technischer Möglichkeiten scheinen manche nicht ganz klar zu kommen.
Die Zeiten ändern sich aber, sehe man sich nur die unzähligen “Sozialen Netzwerke” und Bookmarkdienste an (oft reine Zitatsammlungen). Ich denke es ist an der Zeit, dass man nicht nur über die EDV (elektronische Datenverarbeitung) und uralte Gesetze nachdenkt, sondern auch den Menschen eine gewisse Anpassung in der Handhabung und Verarbeitung von Information zugesteht.
Gibt es zu meinem Beispiel “künstlicher Text” menschliches Zitat auch eine Meinung, oder warten wir lieber, bis man sich einfach irgendwo anschließen kann und bis wir wieder auf Wikipedia Zitate zurückgreifen können.
Auch ich habe dieses “geborgte Halbwissen (da man unmöglich alles verstehen kann, was man aus Wikipedia so zitiert)” nötig, aber ich nehme etwas noch lange nicht als Faktum oder Wahrheit schlecht hin an, nur weil es jemand auf Wikipedia eingetippt hat.
Da ich WP benutze, einige Artikel über WP-Plugins geschrieben habe und mehrere über CMS, daher fand ich das kurze Zitat als gerechtfertigt. Den ganzen Artikel (er war um ein paar Worte länger) hatte ich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung leider noch nicht gelesen, sonst hätte ich ihn gar nicht übernommen (mir war nur die Kernaussage wichtig, dass jemand meint, WP hätte sich von einer Blogger-Software zu einem CMS entwickelt; dafür sind drei Zeilen sicher nicht zuviel).
Was mich aber wirklich ärgerte, ist, dass man mir unterstellte, ich hätte diesen Artikel als eigenen Text ausgeben wollen, obwohl ganz deutlich darunter stand:
“Den Originalartikel lesen sie hier …. (Link zum Artikel). ”
Die Schätzung – etwa 1/3 – ist mir zwar nützlich, aber ich würde nie in Versuchung kommen, von einem 900 Seiten starken Buch (womöglich noch eine wissenschaftliche Arbeit) 300 Seiten zu zitieren.
Ich denke, das muss auch auf den Inhalt abgestimmt werden und wenn ich das bedenke, kann ich mir nicht einmal mehr das technische Versehen (schlechtes Verhältnis der Anzahl an zitierten Wörtern) vorwerfen, das mir zweifellos unterlief.
Dennis Morhardt
30. August 2009 um 03:48
1. Das automatisierte Übernehmen ist weiterhin kein Zitat.
2. Selbst mit “Erörterungsgrundlage” darf man nicht alles kopieren, sondern nur kontextbezogene Ausschnitte.
3. Tags und Kategorien sind keine Erörterungsgrundlage. Es sollten schon richtige Sätze sein, die sich auf das kurze Zitat beziehen.
4. Du hast geklaut. Daran ändert der Link nichts.
helmeloh
30. August 2009 um 04:48
Wie zitiert man folgenden Artikel richtig?
Artikel Anfang:
Titel: Titel des Buches
Text: Hallo, es gibt ein neues WP-Buch: Titel des Buches
Artikel Ende
Vielleicht mit ca. einem Drittel des “content”:
Blabla, blabla … ich habe so einen super tollen Artikel gefunden …
Zitat:
Autor: Name und Link
Artikel: Name und Link
Zitat Anfang:
Hallo, es gibt … (die erlaubte Wortanzahl für das Zitat ist erschöpft)
Zitat Ende
Blabla, super ein wirklich tolles Buch, unbedingt kaufen!
Artikel Ende
Könnt da zitieren noch für irgend jemand einen Sinn ergeben? Ich glaube nicht, sondern ich denke eher, eine vernünftige SW schmeißt einem dann die eigenen Artikel als Spam raus.
Außerdem sprach ich von einem automatisiert generiertem Text, nicht von automatisieten übernehmen. Schön, dass Google die Beschreibungen des Artikels manuell in den Index aufgenommen hat.
Ich glaube, dass bringt nichts mehr, denn hier sagen immer alle das Gleiche mit anderen Worten (geringfügige Variationen in der Wortwahl ohne neuen Sinn). Mir kommt das schon vor, als würde ich mit einem Automat kommunizieren, der passende Textbausteine antwortet, denn ich habe völlig andere Themen angeschnitten, auf die man reagieren könnte. !000 mal die gleichen, ungerechtfertigten Beschuldigen, ohne neue Argumente sind mir zu langweilig. Ich lasse euch hier wieder ganz ungestört unter euch, damit ihr euch immer wieder die gleichen Wikipedia-Zitate hin und her schieben könnt. So, wie es euch gefällt.
Natürlich kennt ihr den Unterschied, ob ich einen Artikel manuell schreibe, oder ich mir dazu ein Script baue. Wollt ihr mir einen Wächter hinter mich stellen, der beobachtet ob ich die Worte per Tastatur eingebe? Letzteres (automatisiert) wäre in euren Augen natürlich absolut verwerflich, denn wir leben anscheinend in einer neuen Computerstürmer Zeit. Nur die Maschinenstürmer sind nicht mit dem Auto zu Sturm gefahren, so wie die heutigen Blogger mit dem Computer gegen den Computer vorgehen wollen. Für mich hat sich das Thema erledigt, da kommt keine einzige Neuigkeit von eurer Seite: Hallo, news is what’s different!
jottlieb
30. August 2009 um 10:16
@helmeloh: Niemand zwingt dich zu zitieren. Wenn ein Zitat nicht möglich oder wenig sinnvoll ist, hält dich niemand davon ab, den Inhalt sinngemäß wiederzugeben (Bsp: “Bei WPD wurde ein neues Buch vorgestellt.”). Aber das schrieb ich schon vor langer Zeit.
Ansonsten ist auch die manuelle 1:1 Übernahme von Inhalten Contentdiebstahl, das steht wohl außer Frage.
Und auch wenn du uns tausendmal nervst, beleidigst und unsere Argumente und die Rechtslage ignorierst, so ändert das trotzdem nichts an der Sache, auch wenn du es nie einsehen wirst.
helmeloh
30. August 2009 um 23:54
ad Absatz 1) korrekt
ad Absatz 2) korrekt
ad Absatz 3) respektlose Anmaßung und Selbstherrlichkeit, ekelhafte Arroganz und Ignoranz; einfach die persönliche Schiene, die hier allgemein gefahren wird.
Aber ich werde euch demnächst (vielleicht, wenn ich Zeit dazu habe) in einem Artikel auf meinem Blog erklären, was ein “full-feed” ist (bzw. was damit gemeint sein kann), denn dass euer partieller Feed hier, der die Einleitungen (max. 450 chars) bringt ein “full-feed” ist kann man höchstens einem Kindergartenkind, welches nicht weiter als bis 450 zählen kann weiß machen, indem man noch erklärt: “[....]” am Schluss ist die Zierzeile.
Die absolut destruktive Einstellung und Inkompetenz hier finde ich abstoßend und alle Mitläufer stimmen in vorauseilendem Gehorsam überein und beteiligen sich bei den persönlichen Angriffen mir gegenüber, ohne vorher die Fakten zu prüfen. Oder weiß hier wirklich keiner was “full” bedeutet.
Das ist KEIN FULL FEED was hier angeboten wird, bitte informiert euch zuerst ein wenig, bevor ihr mir Beleidigungen unterstellt, wenn ich euch die Wahrheit und Fakten bringen muss, weil ihr mich ungerechtfertigt angreift und selbst offensichtlich keine Ahnung habt.
Fertige gerade screenshots an, falls ihr später behaupten wollt, dass der Feed nie so ausgesehen hat, wie er jetzt und zum Zeitpunkt meiner Benutzung gestaltet war, nämlich als Textabriss (einleitenden 450 Zeichen) mit Link zum Originalartikel.
Es ist mir wirklich schon peinlich, die gleiche SW zum Bloggen zu verwenden, wie die meisten Menschen die hier schreiben. Aber das kann ich ja noch ändern, denn mit Leuten, die den Feed hier als “Full-Feed” ausgeben möchte ich wirklich so wenig wie nur irgendwie möglich gemeinsam haben.
Dennis Morhardt
31. August 2009 um 00:49
@helmeloh Haha, bist deinem Firefox auf den Leim gegangen. Also, es ist ein Full-Feed und zwar wird im Feld “< description >” wird ein Ausschnitt gezeigt, aber in “< content:encoded >” liegt der ganze Artikel. Der Firefox ist scheinbar nicht in der Lage < content:encoded > vor < description > vorzuziehen, aber z.B. der Google Reader kann das. Ich hoffe das ist nun geklärt.
(Falls du es prüfen willst, im Firefox einfach den Quelltext anschauen)
helmeloh
31. August 2009 um 01:48
@Dennis Morhardt
Mist! Jetzt muss ich mich wohl entschuldigen und stehe ganz schön dumm da. Daran habe ich nicht gedacht. Es ist tatsächlich ein Full-Feed.
Gut, dann kann ich mir einen weiteren Artikel auch sparen, es sei denn ich will beschreiben, wie ich voll (full) ins Fettnäpfchen getreten bin.
Sorry.
Agi himself™
12. November 2012 um 11:23
Jetzt habe ich durch das Lesen dieser ganzen unzähligen, teilweise sinnfreien Kommentare vollkommen vergessen warum ich überhaupt hier gelandet bin, herzlichen Dank.